Jahreshauptversammlung 2010
Am 03. Februar 2010 fand die diesjährige Hauptversammlung im Wittmann-Saal in Siegenburg statt.
Unsere Hauptversammlung haben wir aus besonderem Anlaß unter das Motto "Findet Kundus auch in Siegenburg statt" gestellt.
Als besondere Gäste waren eingeladen:
Frau Kornelia Möller (MdB DIE LINKE)
Herr Dr. Thomas Gambke (MdB B90/Die Grünen)
Herr Dr. Wolfgang Götzer (MdB CDU/CSU)
Herr Oberstleutnant a.D. Jürgen Rose
Ziel dieser Veranstaltung war das Gemeinsame wie auch das Trennende zwischen Siegenburg und den Ereignissen in Kundus/Afghanistan, aufzuzeigen. Die Gemeinsamkeit besteht darin, dass die Bevölkerung hüben wie drüben unter dem dauernden Terror der Militärflugzeuge leidet. Trennendes besteht darin, dass in Kundus mit Laser- bzw. GPS-gesteuerten Bomben gekämpft wird, hier in Siegenburg dagegen werden Abwurfverfahren
aus dem letzten Jahrhundert geübt. Diese Abwurfverfahren sind hinfällig, weil sich in solchen Fällen jeder Pilot in den Abschußbereich einfachster Kampfmittel begibt. Dies kann heute nicht mehr das Ziel sein. Ein geübter Schütze kann heute jederzeit ein im Anflug auf den LBS-Siegenburg befndlichen Kampfjet mit einfachsten Mitteln vom Himmel holen - eine sehr fragwürdige Ausbildung in Zeiten höchster Technologien.
Zu dieser Thematik sollten die angereisten Bundestagsabgeordneten Stellung beziehen.
Frau Kornelia Möller regte im Verlauf dieser Versammlung an, dass es an der Zeit sei die BI nach Berlin zu bringen, wo wir unser Anliegen im größeren Rahmen vortragen sollten. Auch Herr Dr. Gambke sagte seine Unterstützung für diesen Plan zu.
Weiterhin hat eine Lesung von Herrn Oberstleutnant a.D. Jürgen Rose aus seinem Buch "Ernstfall Angriffskrieg - Frieden schaffen mit aller Gewalt" stattgefunden. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan.
Wer sich ernsthaft mit der Lehre der US-Militärs auseinandersetzen will, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Herr Rose ist kein Gegner der Bundeswehr, setzt sich aber kritisch mit der derzeitigen Führung auseinander, was einem "Staatsbürger in Uniform" ebenso zusteht wie jedem anderen Bürger. Oder ist es der Wille wieder nur sture Befehlsempfänger zu züchten? Dieses Problem hatten wir bereits und sollten es nicht erneut fordern und/oder fördern!

